Belastung und Enttäuschung: Worüber in der Reproduktionsmedizin selten gesprochen wird
Unser leitender Arzt Florian Götze im Gastkommentar der NZZ.

Ein Kinderwunsch verändert den Alltag. Wer eine Behandlung beginnt, denkt oft an Hormonspritzen, Ultraschalltermine und Erfolgsquoten. Nicht jede Behandlung führt jedoch zum gewünschten Ergebnis, und über die Belastung und Enttäuschung, die damit einhergehen, wird selten gesprochen.
Genau das greift unser leitender Arzt, Dr. med. Florian Götze, in seinem Gastkommentar in der NZZ auf. Er zeigt, warum der Kinderwunsch medizinisch sorgfältig begleitet werden muss.
Eine Behandlung, die den ganzen Menschen betrifft
Florian Götze ist Zürcher Reproduktionsmediziner und Gründer des 360° Kinderwunsch Zentrum Zürich. In seinem Beitrag macht er deutlich, dass eine Kinderwunschbehandlung oft längere Zeit dauert und körperlich wie psychisch belastend ist. Zyklen, Wartezeiten und ungewisse Ergebnisse können Paare und Einzelpersonen an ihre Grenzen bringen, auch wenn medizinisch alles nach Plan läuft.
Ehrliche Aufklärung als Grundlage
Ein zentrales Anliegen des Beitrags ist die Aufklärung. Paare müssen über die Erfolgschancen und auch über das Risiko, dass es nicht klappt, aufgeklärt werden, wie bei jeder anderen medizinischen Behandlung. Realistische Erwartungen schützen nicht vor Enttäuschung. Sie helfen aber, den Weg bewusster zu gehen und Entscheidungen gemeinsam zu treffen.
Psychologische Unterstützung aktiv anbieten
Florian Götze fordert ausserdem ein gutes Angebot für psychologische Betreuung. Es reicht seiner Ansicht nach nicht, dass es dieses Angebot gibt. Es sollte den Paaren aktiv empfohlen werden. Viele Betroffene suchen sich Hilfe nicht von sich aus, weil sie den Druck lieber allein tragen oder «funktionieren» wollen. Eine frühe, selbstverständliche Empfehlung senkt diese Hemmschwelle.
Kostenübernahme allein löst das Problem nicht
Der Beitrag hält auch fest: Selbst eine grosszügige Kassenübernahme löst das Problem nicht, wenn die emotionale und psychische Belastung nicht aktiv und frühzeitig adressiert wird. Die Verantwortung sieht er bei den behandelnden Reproduktionsmedizinerinnen und -medizinern.
Was das für uns bedeutet
In unserem Zentrum ist diese Haltung Teil des Alltags. Wir nehmen uns Zeit für offene Gespräche, klären transparent über Chancen und Grenzen auf und begleiten Sie auch dann, wenn es einmal nicht auf Anhieb klappt. Sie sollen sich mit Ihren Fragen und Sorgen jederzeit gut aufgehoben fühlen.
Den vollständigen Gastkommentar lesen Sie in der NZZ: Belastung und Enttäuschung: Worüber in der Reproduktionsmedizin selten gesprochen wird
Haben Sie Fragen zu Ihrem Kinderwunsch oder wünschen Sie ein Erstgespräch? Wir sind gerne für Sie da



